Hoch radioaktiver Atommüll könnte schon bald von Bayern nach Nordrhein-Westfalen transportiert werden. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) genehmigte zwei Transporte bestrahlter Brennelemente vom Forschungsreaktor Garching bei München ins nordrhein-westfälische Ahaus. Die abgebrannten Brennelemente sollen den Angaben zufolge so lange im dortigen Zwischenlager aufbewahrt werden, bis ein Endlager zur Verfügung steht.
Deutschland hat derzeit noch keine Endlager, in denen auf Hunderttausende Jahre hinweg strahlender Atommüll sicher gelagert werden kann. Stattdessen gibt es sechzehn Zwischenlager, unter anderem das in Ahaus. Auch in Bayern stehen Endlager, etwa im niederbayerischen Niederaichbach. Dort kamen zuletzt im April Castor-Transporte mit Überresten von Brennelementen aus deutschen Kernkraftwerken an, die in England aufgearbeitet wurden.