Eine junge Deutsche ist nach intensiven diplomatischen Bemühungen nach mehr als zweieinhalb Jahren aus der Haft in Venezuela entlassen worden. Wie die Sprecherin der 30-Jährigen der Deutschen Presse-Agentur sagte, landete sie am Sonntag in München und wurde von ihren Eltern am Flughafen abgeholt. Es gehe ihr «den Umständen entsprechend gut», sagte Margit Amon. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, die Frau sei vor ihrer Freilassung von der deutschen Botschaft in Caracas betreut worden. Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» über die Freilassung berichtet.
Die Frau aus Bad Urach in Baden-Württemberg war in Venezuela wegen des angeblichen Schmuggels von einem halben Kilogramm Marihuana zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Die Frau hatte den Vorwurf stets bestritten, eine Berufung gegen das Urteil hatten die lokalen Behörden abgelehnt. Stattdessen musste die junge Deutsche in Haft. Wie der «Spiegel» weiter schreibt, waren dort Besuche deutscher Diplomaten aus Sicherheitsgründen zunächst unmöglich.