Im Rahmen der diesjährigen Kommunalwahl wird in München ein neues Vorgehen zur digitalen Stimmzettelerfassung getestet. Das neue System soll die Auszählung effizienter machen und Fehler minimieren, sagten die Kreisverwaltungsreferentin und Wahlleiterin Hanna Sammüller und die IT-Referentin Laura Dornheim in München.
Beim Wahllokal-Erfassungs-System handele es sich nicht um eine voll automatisierte Auswertung. Die Stimmen würden weiterhin von den Wahlhelfern am Laptop eingegeben.
Das Tool übernehme jedoch die erste Gültigkeitsprüfung der Wahlzettel und ermögliche eine schnelle Fehlersuche, indem es die Wahlzettel nummeriere. So müssten die Ehrenamtlichen jeden Stimmzettel nur noch einmal in die Hand nehmen, die Stimmen digitalisieren und die Eingaben letztgültig überprüfen.
Bislang war der Auszählprozess länger. Die Wahlhelfer nahmen die Stimmzettel aus der Urne, prüften und stapelten sie, erfassten die Einzelstimmen händisch und übertrugen die Zählliste anschließend ins digitale Wahllokalsystem. Das neue System ermögliche nun, anstelle einer händischen Auszählung auf Papier alle Stimmen direkt am Laptop zu erfassen und an das Kreisverwaltungsreferat weiterzuleiten.
Für den Vergleich werde die Briefwahl im Stadtbezirk 19 (Thalkirchen -Obersendling - Forstenried - Fürstenried - Solln) in diesem Jahr zur Hälfte wie gehabt manuell und zur anderen Hälfte mit Hilfe der neuen Methode ausgezählt. Die Kommunalwahl findet am 8. März statt.
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