Die Stadt München hat den Weg für ein umstrittenes Neubauprojekt mit zwei markanten Hochhäusern freigemacht. Die Vollversammlung des Stadtrates billigte mit großer Mehrheit den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan des Areals rund um die denkmalgeschützte Paketposthalle. Gegner versuchen das Vorhaben mit den bis zu 155 Meter hohen Zwillingstürmen allerdings noch vor Gericht zu stoppen. Sie wollen ein Bürgerbegehren erzwingen, haben aber im Eilverfahren bereits eine Niederlage einstecken müssen.
Zumindest die finale politische Entscheidung ist nun bereits gefallen. Das Baurecht sieht auf 8,7 Hektar ein komplett neues Quartier mit knapp 1.200 Wohnungen und 3.000 Arbeitsplätzen im Umfeld der historischen Paketposthalle vor, die zudem der Öffentlichkeit als Erholungsraum dienen soll. «Wer hätte noch vor zehn Jahren gedacht, dass die Paketposthalle einmal für alle Münchnerinnen und Münchner zugänglich sein wird», betonte Stadtbaurätin Elisabeth Merk. «Die beiden geplanten Hochhäuser werden das Stadtbild neu prägen und in wiederum zehn Jahren wahrscheinlich kaum wegzudenken sein.»