Das Ankerzentrum für Geflüchtete in Bamberg wird für voraussichtlich zehn Jahre weiterbetrieben. Darauf einigten sich Stadt und Innenministerium. Beide Seiten lobten in einer Sondersitzung des Stadtrats den Kompromiss. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) würdigte das Ergebnis «als starkes Signal für die Region und einen eindrucksvollen Beleg für die faire und vertrauensvolle Zusammenarbeit des Freistaats und der Stadt Bamberg».
Und so sieht die Einigung aus: Die Stadt Bamberg kann das Anker-Gelände, das früher Teil einer US-Kaserne war, vom Bund kaufen. Zugleich überlässt die Kommune das Areal dem Freistaat, der dort dann bis 2035 das Ankerzentrum weiterbetreibt.
Außerdem wird nach städtischen Angaben die Kapazität des Ankerzentrums auf maximal 1.300 Plätze reduziert. Sollte die Zahl der Asylsuchenden aber massiv ansteigen, wäre eine Obergrenze von 2.300 Betten möglich. Und: Der Freistaat macht der Stadt eine Reihe von Förderzusagen, etwa fürs Freibad. «Von diesen Regelungen profitieren alle Menschen in Bamberg», sagte Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD).