Mit dem Spitzen-Trio Jamila Schäfer, Toni Hofreiter und Claudia Roth gehen Bayerns Grüne in den Bundestagswahlkampf. Die 31 Jahre alte Schäfer wurde erwartungsgemäß auf Platz eins der Landesliste gewählt. Auf den Plätzen zwei und drei folgen zwei etablierte Bundespolitiker: Hofreiter, Chef des Europaausschusses im Bundestag, und Kulturstaatsministerin Roth.
Schon im Vorfeld hatte Roth angekündigt, sich nicht mehr als Spitzenkandidatin aufstellen zu lassen. Sechs Mal hatte Roth Bayerns Grüne auf Listenplatz eins in den Wahlkampf geführt. Schäfers Nominierung sei ein Zeichen für den Übergang, «das finde ich gut», sagte die 69-Jährige.
Schäfer hatte 2021 in München-Süd ein Direktmandat für die Grünen geholt - es war der einzige Stimmkreis, der nicht an die CSU ging. «Mich motiviert jeden Tag, insbesondere auch als junge Mutter, dass die kommenden Generationen ein Recht auf ein Leben in Frieden und Freiheit haben», sagte Schäfer. Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit gehörten zusammen. Der Weg in die Klimaneutralität sei anstrengend, aber notwendig. Es sei wichtig, die Lasten gerecht zu verteilen.