Anfang Juni hielt zerstörerisches Hochwasser Bayern tagelang in Atem. Auch wenn in der aktuellen Hitze niemand an gefährliche Wassermassen denkt, muss die Vorsorge verbessert werden. Denn Experten gehen davon aus, dass derartige Extremwetterereignisse im Freistaat im Zuge der Klimaveränderungen immer wahrscheinlicher werden. In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause im Kloster Weltenburg bei Kelheim stellt das Kabinett weitere Weichen.
Neues 30-Millionen-Euro-Sofortprogramm
Zur schnellen Beseitigung der Schäden an den Hochwasserschutz-Einrichtungen stellt der Freistaat 30 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. Konkret sollen auf staatliche Gewässer erster und zweiter Ordnung rund 14,5 Millionen Euro, auf Wildbäche rund 7,5 Millionen Euro sowie auf kommunale Anlagen rund 8 Millionen Euro entfallen. Flüsse erster Ordnung sind große Flüsse wie Isar, Lech und Donau, in der Kategorie zweiter Ordnung finden sich auch teils kleine regional begrenzte Bachläufe.
Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte zudem an, dass das Land «perspektivisch» in den nächsten Jahren weitere 100 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung stellen werde, um weitere Hochwasserprojekte zu machen und bereits in der Planung befindliche zu beschleunigen. Insbesondere der Ausbau der Flutpolder hinkt seit Jahren hinter den eigenen Plänen hinterher.