Nach mutmaßlichen Anschlagsplänen auf einen Weihnachtsmarkt in Niederbayern ist ein dritter Verdächtiger abgeschoben worden. Die Generalstaatsanwaltschaft München bestätigte, dass inzwischen alle drei Tatverdächtigen mit marokkanischer Staatsangehörigkeit aus der Untersuchungshaft in ihr Heimatland abgeschoben wurden. Die Abschiebung der ersten beiden Männer hatte das Innenministerium bereits am Mittwoch bestätigt. Die Gefahr einer Wiedereinreise sei als gering einzuschätzen, hieß es. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk berichtet.
Damit ist von den ursprünglich fünf im Zusammenhang mit den mutmaßlichen Anschlagsplänen festgenommenen Männern keiner mehr in Deutschland in Haft oder Gewahrsam. Ein Verdächtiger mit ägyptischer Staatsangehörigkeit kam gegen strenge Meldeauflagen auf freien Fuß, ein Syrer war nur in Präventivgewahrsam genommen worden, der inzwischen beendet ist. Im Übrigen dauerten die Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft München an, hieß es.
Im Dezember hatte die Polizei insgesamt fünf Männer festgenommen. Die Generalstaatsanwaltschaft München hatte damals berichtet, dass die Verdächtigen auf einen Weihnachtsmarkt im Landkreis Dingolfing-Landau einen Anschlag geplant hätten. Die Männer hätten die Tat wohl mit einem Fahrzeug verüben wollen, die Ermittler gingen von einem islamistischen Motiv aus.
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