Freundlich lächelnde Gesichter, kurze Sprüche, knappe Botschaften: Vor der Kommunalwahl am 8. März hängen in Bayern landauf, landab wieder viele Wahlplakate. Braucht man die Plakate überhaupt noch in Zeiten von Social-Media-Kampagnen? Oder bleibt nur viel Müll, wenn die Wahl gelaufen ist?
«Man könnte denken, Plakate seien aus der Zeit gefallen. Doch die so genannten Out-of-home-Medien sind nach wie vor eine gute Möglichkeit, um sehr schnell mit möglichst vielen Menschen Kontakt aufzunehmen. Und das ist ja das Ziel von Wahlwerbung: möglichst viele Menschen anzusprechen», sagt der Wissenschaftler Claas Christian Germelmann, Professor für Marketing und Konsumentenverhalten an der Uni Bayreuth. «Gerade eine Kommunalwahl ist eine Personenwahl: Und die Werbung funktioniert hier tatsächlich sehr gut über Plakate.»