Wer im unterfränkischen Karlstein am Main Lüften will, ist auf alles gefasst: Denn seit gut zwei Jahren stinkt es zeitweise so sehr, dass die Einwohner Fenster und Türen eigentlich lieber geschlossen halten. Für die einen riecht es nach verschmorten Kabeln, andere fühlen sich an Schwefel erinnert - und damit an faulige Eier. So mancher roch noch nie etwas. Ungeklärt ist auch, ob der Geruch sich vom hessischen Nordufer des Untermain auf die unterfränkische Seite ausbreitet oder umgekehrt.
Etliche Male rückte die Feuerwehr seither aus, ohne Erfolg. Dass der Gestank von nahen Industrieflächen kommen könnte, bewahrheitete sich bisher nicht. Nur eines steht nach vielen Messungen fest: Schadstoffe wurden bislang nicht gefunden, eine Gesundheitsgefahr machten die Behörden nicht aus. Gemessen wurde laut Karlsteiner Feuerwehr auch im benachbarten Seligenstadt auf der hessischen Mainseite.