Mit einer Verknüpfung von Landesverteidigung und technologischem Fortschritt will die CSU-Landesgruppe im Bundestag Deutschland wieder aus der Krise holen. «Wenn es nicht gelingt, technologisch die Nummer 1 zu bleiben und eines der stärksten Länder der Welt, dann haben wir kaum eine Chance, ökonomisch so stark zu bleiben, wie es einmal war», sagte CSU-Parteichef Markus Söder zum Auftakt der Sommerklausur der CSU-Landesgruppe im fränkischen Kloster Banz bei Bad Staffelstein. Zu der zweitägigen Veranstaltungen werden unter anderem der Astronaut Alexander Gerst, die Unternehmerin Bonita Grupp und Ungarns Außenministerin Anita Orban als Gäste erwartet.
1.000 Satelliten
Die Verteidigung soll aber nicht nur in der Luft, sondern auch im All stattfinden. «Sicherheitspolitik findet immer mehr auch im Orbit statt», heißt es in einem Entwurf eines Abschlusspapiers, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuerst hatten «Münchner Merkur»/tz) über diesen Aspekt berichtet.
«Mit der Bundeswehr wollen wir eine Weltall-Flotte mit mehr als 1.000 Satelliten für sichere Kommunikation für vernetzte Informationen, Aufklärung und ein hochpräzises Lagebild durch den Einsatz etwa durch Radarsatelliten und Spezialkameras bauen.» So könne Deutschland maßgeblich die kollektive Verteidigung im NATO- und EU-Verbund stärken und Pionierarbeit bei der Absicherung des Weltraums leisten.
Überhaupt will die CSU die Aktivitäten im Weltraum ausbauen, etwa auch für Labore zur Herstellung von Medikamenten. Wegen der Bedingungen der Schwerelosigkeit könnten dort Arzneimittel etwa zur Behandlung von Krebserkrankungen besser und wirksamer hergestellt werden. Der Zugang müsse gesichert werden.