350 Menschen in Bayern sind nach Angaben von Beratungsstellen im vorigen Jahr Opfer von rechter Gewalt geworden. Sie seien bei 313 Vorfällen - davon allein 117 in München - angegriffen worden. Das teilten die Beratungsstellen B.U.D. («Beratung.Unterstützung.Dokumentation») in Nürnberg und Before für Betroffene von rechter und gruppenbezogen menschenfeindlicher Gewalt und Diskriminierung in München mit.
Rassismus sei in 58 Prozent der Fälle das Tatmotiv gewesen. Darauf folgten demnach Motive wie politische Gegnerschaft und Antisemitismus. Rund 61 Prozent der Angriffe waren den Angaben zufolge Körperverletzungsdelikte, davon rund ein Drittel gefährliche Körperverletzung. Bei fast jedem dritten Angriff (29 Prozent) seien die Betroffenen Bedrohungen und Nötigungen ausgesetzt gewesen.