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Bayern: Einwohnerzahl leicht gesunken auf 13,23 Millionen

Bayern: Einwohnerzahl leicht gesunken auf 13,23 Millionen
Die Bevölkerungszahlen in Bayern sind im ersten Halbjahr 2026 rückläufig. (Illustration) / Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
Jahrelang wuchs die Zahl der Menschen, die in Bayern lebten, stetig an. 2025 endete der Trend. Die neusten Zahlen belegen eine Entwicklung, die in anderen Bundesländern schon lange besteht.

Nach Jahren des stetigen Bevölkerungswachstums ist die Einwohnerzahl in Bayern erneut leicht zurückgegangen. 13,23 Millionen Menschen lebten im ersten Halbjahr 2026 in Bayern, wie aus den neusten Zahlen des Landesamtes für Statistik hervorgeht. Das entspricht einem Rückgang um 17.190 Personen verglichen mit Ende 2025. «Die Erfolge der Migrationswende schlagen sich nun auch messbar in der Gesamteinwohnerzahl des Freistaats nieder», sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in München. Bayern bleibt damit hinter Nordrhein-Westfalen und vor Baden-Württemberg das Bundesland mit den zweitmeisten Einwohnern.

Innenminister rechnet mit Entlastung des Wohnungsmarktes

Der Rückgang in den Flüchtlingszahlen führe somit zu einer spürbaren Entlastung in den Kommunen und trage dazu bei, den Druck auf den Wohnungsmarkt zu mindern, betonte Herrmann. «Darüber hinaus ist die Entwicklung auch für die Planungen auf der kommunalen Ebene von großer Bedeutung, etwa mit Blick auf den Personal- und Platzbedarf bei der Kinderbetreuung und in Schulen.» 

72.746 Gestorbene stehen nur 53.336 Geburten gegenüber

Bereits 2025 war ein geringer Bevölkerungsrückgang in Bayern zu verzeichnen, dieser Trend habe sich nun auch im ersten Halbjahr 2026 bestätigt, hieß es weiter. Nach den Daten des Landesamtes für Statistik in Fürth überstieg die Zahl der Gestorbenen mit 72.746 im ersten Halbjahr 2026 die Zahl der Geburten in Höhe von 53.336, wodurch sich ein Sterbefallüberschuss von 19.410 Personen ergibt. Da vor allem die Zuwanderung aus dem Ausland gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich abgenommen hat, ist im ersten Halbjahr 2026 das Geburtendefizit nicht durch Wanderungsgewinne ausgeglichen worden. Infolge der niedrigen Geburtenzahlen steigt in Bayern auch das Durchschnittsalter der Bevölkerung - Ende 2024 lag das noch bei 44,3 Jahren.

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