Die jüdische Publizistin Hannah Arendt und die CSU-Parteiikone Franz Josef Strauß erhalten die letzten zwei freien Plätze in der Ruhmes- und Ehrenhalle Walhalla bei Regensburg. Das Kabinett gab grünes Licht für die vor einer Woche erstmals bekanntgewordenen Pläne. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betonte, beide erhielten die letzten zwei Plätze für Büsten, die noch baulich möglich seien. Die Stadt Fürth hatte die Auswahl von Strauß kritisiert und den früheren Bundeswirtschaftsminister und Bundeskanzler Ludwig Erhard (CDU) vorgeschlagen.
Die 1842 von Bayerns König Ludwig I. im klassizistischen Stil erbaute Ruhmeshalle unweit von Regensburg gilt als einer der prägenden Monumentalbauten in Bayern und als wichtiger Touristen-Hotspot. In ihrem Innern erinnern derzeit 132 Büsten an deutschsprachige Persönlichkeiten von bleibender historischer Bedeutung. Dazu gibt es 65 Gedenktafeln, die die Erinnerung an historische Ereignisse wachhalten sollen.