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Aktivisten protestieren in bayerischer SPD-Zentrale

Die Polizei war mit mehreren Streifen vor Ort. (Symbolbild) / Foto: Daniel Karmann/dpa
Die Polizei war mit mehreren Streifen vor Ort. (Symbolbild) / Foto: Daniel Karmann/dpa

Die Aktion «gegen das Schweigen der deutschen Regierung zu den Massakern in Rojava» in Syrien rief am Abend zahlreiche Polizeistreifen auf den Plan.

Ein Protest mehrere Aktivisten in der Zentrale der Bayern-SPD hat zahlreiche Polizeistreifen auf den Plan gerufen. Eine größere Gruppe jüngere Menschen aus dem linken Spektrum hätten sich in das Gebäude begeben und dort «für Aufsehen gesorgt», sagte eine Polizeisprecherin. Man sei sehr schnell mit vielen Polizeistreifen vor Ort gewesen und habe die Personen nach draußen gebracht. 

Bei den Aktivisten, die von einer «Besetzung» der SPD-Zentrale sprachen, handelt es sich nach eigenen Angaben um eine antifaschistische Gruppierung. Sie wollen mit der Aktion demnach «gegen das Schweigen der deutschen Regierung zu den Massakern in Rojava» in Syrien protestieren. Auf einem Instagram-Video der Gruppe sind mehrere Personen zu sehen, die sich nach eigenen Angaben in der Zentrale befinden, eine Sprecherin verliest ihre Kritik an der Bundesregierung. 

Spontane Demo im Anschluss

Im Anschluss an die Aktion in der SPD-Zentrale entwickelte sich laut Polizei eine spontane Kundgebung mit einer hohen zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Zahl an Teilnehmern. Zunächst wurden weder bei der Aktion im Gebäude noch bei der Demonstration gewaltsame Auseinandersetzungen bekannt. Die Polizei ermittelt wegen Hausfriedensbruchs. 

Seit Tagen kommt es in vielen deutschen Städten zu pro-kurdischen Protesten. Der kurdische Dachverband Konföderation der Gemeinschaften Kurdistans in Deutschland ruft dazu auf, Rojava gemeinsam gegen die dschihadistischen Angriffe zu verteidigen. Die als Rojava bekannte kurdischen Selbstverwaltung im Nordosten Syriens ist Teil des langen Strebens der Kurden nach einem eigenen Staat. Aktuell kommt es dort zu Kämpfen zwischen kurdischen Milizen und den Truppen der syrischen Übergangsregierung.

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