Der alte und neue Bundesvorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, hat seine Partei mit drastischen Worten zur Migrationspolitik auf den Bundestagswahlkampf eingestimmt. Auf einem Parteitag im unterfränkischen Geiselwind sagte er, die Freien Wähler müssten in die Bundesregierung. Das Ziel seien «fünf Prozent plus» und «drei Direktmandate plus».
Die Freien Wähler wollen nach einem möglichen Einzug in den Bundestag eine Koalition mit Union und FDP bilden. «Lieber Herr Merz, lieber Fritz, red' mit den Freien Wählern und kuschele nicht mit den Grünen. Geh' nicht ins Bett mit denen, die Deutschland ruiniert haben», rief Aiwanger in Richtung des CDU-Vorsitzenden und Unionskanzlerkandidaten Friedrich Merz.
Gelingen soll der Einzug in den Bundestag mit drei direkt gewonnenen Wahlkreisen - dazu treten der Vorsitzende Aiwanger und unter anderem zwei bayerische Landräte als Zugpferde an.
Bei der Vorstellung dieses Vorhabens am Freitag in München hatte Aiwanger gesagt, es könnte auch bundesweit noch ein bis zwei aussichtsreiche Direktkandidaten geben. Details nannte Aiwanger auch beim Bundesparteitag zunächst nicht. In aktuellen Umfragen liegt die Partei deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde, das bislang beste Ergebnis waren 2,4 Prozent 2021.