Auch nach der Pleite der Freien Wähler bei der Brandenburg-Wahl hält der Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger einen Einzug in den Bundestag weiter für realistisch. «Wir setzen jetzt gezielt auf drei Direktmandate für die Bundestagswahl», sagte Aiwanger der Deutschen Presse-Agentur in München. Wegen der weiterhin geltenden Grundmandatsklausel kann eine Partei ins Parlament einziehen, indem sie entweder die Fünf-Prozent-Hürde überspringt oder drei Direktmandate erhält.
Bei der Landtagswahl in Brandenburg am Sonntag hatten die Freien Wähler mit landesweit nur noch 2,6 Prozent den Wiedereinzug ins Landesparlament verpasst - vor fünf Jahren hatten sie noch fünf Prozent der Stimmen geholt. Zudem gewannen sie diesmal auch kein einziges Direktmandat, das ihnen in dem Bundesland auch zum Wiedereinzug in den Landtag verholfen hätte. Die Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen (BVB/Freie Wähler) sind nicht Mitglied der Bundesvereinigung Freie Wähler, sie kooperieren lediglich mit ihr.