Erst im vergangenen Jahr hatte die legendäre Münchner Lach- und Schießgesellschaft ihren Neustart gefeiert – jetzt wird schon wieder alles anders. Neue Gesellschafter, neue Spielstätte und ein neuer, alter Chef: Till Hofmann, der einst im Streit gegangen war, kehrt zurück und holt die Lach- und Schießgesellschaft aus Schwabing auf die andere Seite der Münchner Isar.
«Die Grande Dame des Kabaretts schüttelt sich die letzten vier Jahre aus dem Gewande und bricht auf zu neuen Ufern», sagte er und kündigt damit einen klaren Schnitt an. Künftige Hauptspielstätte soll seinen Angaben zufolge das FatCat im sanierungsbedürftigen Gasteig sein, ein Zwischennutzungs-Kulturzentrum.
«Er hat große Erfahrungen, er hat Kontakte in die Künstlerszene», sagte der Münchner Alt-Oberbürgermeister Christian Ude, der Vorsitzende des Fördervereins «Die Ladenhüter», der zuletzt auch Gesellschafter der Lach- und Schießgesellschaft war und zusammen mit den beiden anderen nun davon zurücktritt. Auch der bisherige künstlerische Leiter André Hartmann, der den Posten ehrenamtlich innehatte, hat ihn laut Ude geräumt, um für Hofmann Platz zu machen.