Was man in acht Stunden machen kann? Einen Arbeitstag hinter sich bringen, mit dem ICE durch Deutschland fahren - oder man geht ins Theater. Auf Marathonabende setzen deutsche Bühnen immer wieder - wie jetzt beim Theatertreffen in Berlin. Die Münchner Kammerspiele zeigen dort «Wallenstein. Ein Schlachtfest in sieben Gängen». Dauer: sieben Stunden.
Gut, da kann man sich erstmal denken «Uff». Aber es geht noch etwas länger. Die Berliner Volksbühne bringt demnächst «Peer Gynt» zurück. Der erste Abend dauerte acht Stunden und wäre vielleicht nach 02.00 Uhr noch weitergegangen, hätte das Team nicht die Arbeitszeiten berücksichtigen müssen.
«Ich hoffe, es ist vorbei», sagte ein Mann damals nach mehr als sechs Stunden. Eine Frau dagegen hielt den Abend für phänomenal. Was fasziniert an superlangen Theaterabenden in einer Zeit, in der manche kaum vom Handy lassen können? Und werden Theaterabende insgesamt eigentlich länger?