Knapp 300.000 Menschen gleichzeitig auf der Theresienwiese, für eine bestimmte Zeit ging nichts vor oder zurück: Solche Situationen wie am vergangenen Samstag auf der Wiesn können Angst machen. Was kann man bei Panik tun?
Wie kann ich mich in solchen Situationen beruhigen?
«Angst macht etwas mit unseren Gedanken, unserem Körper, verändert die Wahrnehmung und unser Verhalten», erklärt die Psychotherapeutin Simone Sachenbacher von der LMU München. Die gute Nachricht: Gegen alle diese Komponenten lässt sich etwas tun. Hat man zum Beispiel Gedanken wie «Ich komme hier nicht mehr raus», kann es helfen, sich auf neutralere Gedanken zu konzentrieren.
«Dabei geht es nicht darum, sich die Situation schönzureden», betont Sachenbacher. «Aber ich kann mir bewusst machen, dass ich gerade ängstliche Gedanken habe und mir selber klarmachen: "Die Situation ist unangenehm, aber nicht gefährlich."»
Auch bestimmte Atemtechniken können helfen, etwa vier Sekunden einatmen und sechs Sekunden ausatmen. Man könne außerdem kleinere Bewegungen machen, etwa die Schultern lockern oder sich fest auf den Bodenkontakt konzentrieren.