Geld, Gewalt und männliche Macht dominieren nicht nur die aktuelle Nachrichtenlage, sondern auch die bevorstehenden Salzburger Festspiele. Das zeigt sich schon bei der Neuinszenierung des Stücks «Jedermann», mit dem das renommierte Opern-, Theater- und Konzertfestival am Samstag (20.7.) so richtig losgeht.
Für Regisseur Robert Carsen stellte sich die Frage, ob es sich bei Hugo von Hofmannsthals Jedermann um jemanden wie den österreichischen Immobilien-Pleitier René Benko oder den verurteilten Kryptowährungsbetrüger Samuel Bankman-Fried handelt. Eines könne man sicher über die Hauptfigur in dem Stück über Reichtum und Tod sagen, meint Carsen: «Er hat scheißviel Geld verdient», und das in kurzer Zeit.