Das Programm der Salzburger Festspiele im Sommer 2025 wird von einem Rechtsstreit und von der düsteren globalen Lage überschattet. Kurz vor der Programmpräsentation hatte sich das österreichische Festival überraschend von seiner Schauspielchefin Marina Davydova getrennt. Die Theaterexpertin kündigte am Dienstag an, ihren Rauswurf rechtlich zu bekämpfen.
Davydova akzeptiert Entlassung nicht
Das Festspiel-Management wirft der aus Russland emigrierten Davydova vor, mit ihrem nicht genehmigten Nebenengagement beim Berliner Festival Voices gegen ihren Salzburger Vertrag verstoßen zu haben. Ihr Anwalt Gerald Ganzger bestreitet dies. Davydova sei in Berlin nur beratend und unentgeltlich tätig gewesen, argumentierte er. «Frau Davydova wird diese ungerechtfertigte Entlassung nicht akzeptieren», schrieb er in einer Stellungnahme.
Der Salzburger Festspiel-Intendant Markus Hinterhäuser möchte dennoch an der geplanten Lesung von Davydova's Exil-Drama «Land of No Return» im nächsten Sommer festhalten. «Ich wünsche mir sehr, dass wir da eine Einigung finden», sagte er am Dienstag.