Die Münchner Lach- und Schießgesellschaft steht in den Startlöchern für ihren Neubeginn. Am 11. November soll Eröffnung gefeiert, am 12. November das erste Programm auf der Bühne in Schwabing präsentiert werden. Und vorher - an diesem Dienstag - präsentiert der neue Leiter der Bühne, André Hartmann, im Silbersaal des Deutschen Theaters, was er sich künftig vorstellt mit dem legendären Kabarett-Ort.
«Wir setzen auf drei Schwerpunkte: politisch, sozialkritisch, auf hohem Niveau. Das ist, wenn man es herunterbricht, eigentlich das Erbe von Dieter Hildebrandt», sagt Hartmann im Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Ich selber bin auch eher ein Traditionalist. Ich liebe die deutsche Sprache und die Hochwertigkeit und die Vielfältigkeit ihrer Möglichkeiten und Wortwitze auf hohem Niveau. Ich bin nicht der Fan von allzu flacher Sprache oder Comedy.» Er habe nichts gegen «den Begriff Comedy - aber eben auf Niveau».
«Das politische Kabarett in dieser Form, wie es damals war, würde man heute vielleicht als altbacken bezeichnen. Ich mache das zwar nicht, aber es ist so an der Kippe», sagt Hartmann. «Wenn man heute Witze hört über Politik, dann geht es ganz oft gegen gewisse Personen dann auch mit Body Shaming oder mit Sprachfehlern. Ich liebe schon das Feinsinnige und nicht das Hau-drauf.»