Vor dem großen Faschings-Kehraus geht es in München am Dienstag nochmal auf einen Höhepunkt zu. Mit ihrem traditionellen Tanz auf dem Viktualienmarkt in München (11.00 Uhr) locken die Marktweiber zahlreiche Schaulustige an. Die Damen von Obst-, Gemüse-, Käse- oder Brotzeitstandl treten in fantasievoll farbenfrohen Kostümen auf und zeigen ihre Tänze. Der Höhepunkt des Münchner Faschings auf dem Viktualienmarkt geht bis auf den Beginn des 19. Jahrhunderts zurück.
Im vergangenen Jahr war das bunte Treiben allerdings ausgefallen, nachdem ein Auto in eine Menschenmenge gefahren war. Eine Frau und ein Kind starben. Zahlreiche Veranstaltungen in der Landeshauptstadt wurden daraufhin abgesagt.
Nostaschi mit Knickerbocker und Holzbrettern
In den vergangenen Tagen hatten die Narren bayernweit ausgelassen bei Prunksitzungen und Faschingsumzügen gefeiert. Auch am Dienstag sind noch Partys und andere Events geplant. Zur Tradition gehört auch das Retro-Skirennen am Sudelfeld bei Bayrischzell: Dort stürzen sich beim traditionellen «Nostalschi» Skifahrerinnen und Skifahrer in Originalkleidung von anno dazumal – wie Knickerbocker und Rock sowie mit alten Holzbretteln auf die Piste.
Auf dem Viktualienmarkt wird Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das Treiben um 10.00 Uhr eröffnen. Der Tanz der Marktfrauen folgt nach dem Auftritt des Prinzenpaars der Münchner Faschingsgesellschaft Narrhalla samt ihrer Prinzengarde.
Die Stadt München mahnte, auf das Mitführen von Flaschen und Gläsern zu verzichten. Zudem sei es aus Sicherheitsgrunde verboten, Biertischgarnituren, Camping-Stühle, Bollerwagen, Getränke in größeren Mengen oder gar Waffen und Messer mitzubringen. Am Aschermittwoch endet das närrische Treiben. Für Christinnen und Christen beginnt dann die Fastenzeit.
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