Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen erleben unruhige Zeiten. Fehlende Transparenz beim Umgang mit NS-Raubkunst und Missstände wurden angeprangert. Der langjährige Generaldirektor musste gehen und umfangreiche Untersuchungen wurden angestoßen. Ein Zwischenbericht nennt nun Details zu Vorwürfen wie verbale sexuelle Belästigung von Besucherinnen, Gefährdung von Kunstwerken oder Überwachung von Beschäftigten. Straf- oder disziplinarrechtlich relevante Verfehlungen seien aber bislang nicht festgestellt worden, heißt es in dem Schreiben an den bayerischen Landtag.
Bei der Staatsanwaltschaft München I seien derzeit keine Ermittlungsverfahren gegen aktuelle oder ehemalige Beschäftigte anhängig, präzisiert Kunstminister Markus Blume (CSU) in dem 18-seitigen Papier. Auch die Landesanwaltschaft sehe bislang keine Veranlassung, Disziplinarverfahren einzuleiten. Museen in ganz Bayern gehören zu den Staatsgemäldesammlungen, darunter die berühmten Pinakotheken in München.