Frische, moderne Farben, viel Platz, gemütliche Leseecken, eine Rolltreppe für den bequemen Wechsel von Stockwerk zu Stockwerk: Dort, wo die Stadt Bayreuth vor einigen Jahren ihre Bibliothek eingerichtet hat, wurden früher Klamotten verkauft. Doch das Kaufhaus schloss. Und der Teil der Fußgängerzone drohte zu veröden. Mit der Einrichtung der Stadtbibliothek ist es wieder deutlich lebendiger geworden in der Richard-Wagner-Straße. «Die Bibliothek ist Teil der Innenstadt», sagt ihr Leiter Jörg Weinreich. Mit der Größe der Bibliothek - 3000 Quadratmeter fürs Publikum - steche Bayreuth im Vergleich zu anderen Städten im Segment zwischen 50 000 und 100 000 Einwohnern heraus.
Die kommunalen Bibliotheken im Freistaat haben die Folgen der Corona-Einschränkungen weitgehend hinter sich gelassen. Mehr als 980 000 Menschen waren im Vorjahr aktive Nutzerinnen oder Nutzer einer öffentlichen Bibliothek in Bayern. Damit habe man fast das Niveau des Jahres 2019 - also des Jahres vor der Pandemie - erreicht, teilte die Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen mit. Es wurden fast 16 Millionen Bibliotheksbesuche im Jahr 2023 registriert - das sind nicht so viele wie 2019. Damals kamen die Bibliotheken zwischen Aschaffenburg und Freilassing auf nahezu 19,5 Millionen Besuche.