Nach der Ausladung des israelischen Dirigenten Lahav Shani von einem belgischen Musikfestival warnt der Deutsche Kulturrat vor einer «Gesinnungsprüfung». «Ich halte die Ausladung für falsch. Künstlerinnen und Künstler sind keine Diplomaten oder Politikerinnen. Ihr Arbeitsfeld ist die Kunst», sagte der Geschäftsführer des Kulturrates, Olaf Zimmermann, der Deutschen Presse-Agentur.
«Von Künstlerinnen und Künstlern zu verlangen, dass sie sich für oder gegen den Staat positionieren, in dem sie leben, kommt einer Gesinnungsprüfung gleich. Ich hatte gehofft, solche Zeiten sind überwunden.»