Schauspielerin Sandra Hüller (46/«Anatomie eines Falls») hat nach ihrer Oscar-Nominierung Veränderungen in ihrem Umfeld wahrgenommen. «Manche merken, glaube ich, selbst nicht, dass ihr Verhalten sich ändert. Dann überlege ich mir, ob ich sie darauf hinweise oder nicht», sagte sie der «Süddeutschen Zeitung» (Samstagsausgabe). «Und manche Leute, die nur so halb nah waren, haben auf einmal einen Filter in ihrem Blick auf mich. Die gucken mich anders an. Als wäre da auf einmal etwas um mich, das sie vorher nicht bemerkt hatten. Da ist es dann schwierig für mich, miteinander in Kontakt zu kommen.»
Hüller, die in diesem Jahr für ihre Hauptrolle in «Anatomie eines Falls» für den Oscar nominiert war und mit dem Golden Globe ausgezeichnet wurde, zeigt auf dem Filmfest München ihren neuen Film «Zwei zu eins». Mit der Weltpremiere der DDR-Komödie sollte das Festival am Samstagabend offiziell eröffnet werden.
In dem Film von Regisseurin und Drehbuchautorin Natja Brunckhorst geht es um den sogenannten Schatz von Halberstadt - tonnenweise Ostmark-Scheine, die nach der Wiedervereinigung in einem Gewölbe in Sachsen-Anhalt aufbewahrt wurden.