Der Betreiber des Herzkasperlzelts auf der Oidn Wiesn hat im Rechtsstreit um die Zulassung in diesem Jahr eine Niederlage erfahren. Das Verwaltungsgericht München lehnte einen Eilantrag des Wirts am Dienstag ab, wie ein Gerichtssprecher in München mitteilte.
Die Boandlkramerei hatte bei einem Vergabeverfahren der Stadt München mehr Punkte erzielt und statt des Herzkasperlzelts einen Zuschlag erhalten. Diese Vergabepraxis ist nach Ansicht der Kammer sachlich nachvollziehbar, hieß es zur Begründung. Eine sachwidrige Benachteiligung könne das Gericht nicht erkennen. Gegen den Beschluss (M 7 E 24.2993) sei noch eine Beschwerde zum Bayerischen Verwaltungsgerichtshof möglich. Die Klage im Hauptsacheverfahren ist zudem offen. Anfang Juli beginnt bereits der Aufbau der Zelte auf der Theresienwiese. Das Herzkasperlzelt gibt es seit der ersten Oidn Wiesn 2010, die damals mit den 200-Jahr-Feiern des Oktoberfests entstand. Das Zelt war aber seitdem nicht in allen Jahren vertreten. Markenzeichen des Zelts von Wirt Beppi Bachmaier - er betreibt auch die legendäre Gaststätte Fraunhofer in der Münchner Innenstadt - war eine junge weiterentwickelte Volksmusik, bodenständige Gruppen mit neuem Anspruch und ein Tanzboden.