Die Bayerische Staatsoper ist am Freitag in die Münchner Opernfestspiele gestartet - auf sehr spezielle Art und Weise. Es sei «eine der wohl ungewöhnlichsten Festspielpremieren, die die Bayerische Staatsoper je erlebt hat», sagte der frisch wieder ernannte Opernintendant Serge Dorny am Freitagabend beim Staatsempfang nach der Eröffnung. Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU) sprach von einem «fulminanten Start» in die Festspielsaison.
Denn den Anfang machte bei der Eröffnungspremiere eine Neuinszenierung von «Le Grand Macabre» des Komponisten György Ligeti. Regisseur Krzysztof Warlikowski inszeniert die relativ junge, absurde Oper aus dem Jahr 1978 (revidierte Fassung von 1996) als die fatalistische Absurdität, als die sie angelegt war. Von einer «Hommage an die Groteske» sprach Blume. Man frage sich: «Was will uns das eigentlich sagen?»
Obwohl das musikalisch von Dissonanzen geprägte Werk dem Publikum einiges zumutete, gab es zum Schluss viel Applaus für Warlikowskis Inszenierung, die mit ihrem Bühnenbild (Małgorzata Szczęśniak) beeindruckte, mit seinen ausdrucksstarken Sängern und mit einem alten Bekannten am Pult.