Sir Simon Rattle wird für sein Lebenswerk mit dem internationalen Ernst von Siemens Musikpreis geehrt. Der deutsch-britische Musiker sei einer der wichtigsten und prägendsten Dirigenten unserer Zeit, begründeten die Preisstifter ihre Entscheidung wenige Tage vor dem 70. Geburtstag Rattles am Sonntag (19. Januar). Der Wahlberliner soll die mit 250.000 Euro dotierte, renommierte Ehrung am 17. Mai in München erhalten. Die Laudatio wird der jamaikanische Opernsänger Sir Willard White halten.
Die Intendantin des Bayerischen Rundfunks (BR), Katja Wildermuth, nannte die Ehrung ein «mehr als würdiges Geschenk zum 70. Geburtstag». «Er ist für uns der perfekte Chefdirigent: voller Energie, voller Leidenschaft, voller Ideen und mit vollen Sälen die Garantie für ein begeistertes Publikum», so Wildermuth.
Millionenschwere Fördermittel
Die private Ernst von Siemens Musikstiftung (EvS) mit Sitz in der Schweiz verleiht die Auszeichnung seit 1973 jedes Jahr. Neben dem Hauptpreis gibt es auch Förderpreise in den Kategorien Ensemble und Komposition. Zudem unterstützt die Institution weltweit Musikprojekte, etwa für den musikalischen Nachwuchs oder für Kompositionsaufträge. 2025 vergibt die Stiftung nach eigenen Angaben Gelder in Höhe von insgesamt vier Millionen Euro.
Gegründet wurde die Stiftung 1972 von Ernst von Siemens. Im Jahr darauf wurde zum ersten Mal ein Preis verliehen - an den Komponisten Benjamin Britten («A Midsummer Night's Dream»). Geehrte in späteren Jahren waren unter anderem die Violinistin Anne-Sophie Mutter, der Dirigent Mariss Jansons oder der Komponist Hans Werner Henze.
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