Ein paar Klicks - und hinein geht es in die besondere Welt der Bayreuther Festspiele. Im Online-Ticketverkauf ist es inzwischen möglich, auf ganz normalem Weg und ohne jahrelanges Warten Karten für das weltberühmte Opern-Spektakel zu kaufen. Doch danach geht es erst richtig los: Was zieht man an? Wie übersteht man die Hitze? Wo lauern die Fettnäpfchen? Und was macht man eigentlich in Bayreuth, wenn man gerade keine Oper hört? Hier ein paar Antworten für Festspiel-Neulinge, bevor es losgeht am kommenden Donnerstag (25. Juli):
Wie stimme ich mich am besten auf mehrere Stunden Wagner ein?
«Zeit mitbringen, eine Stunde vorher da sein und sich auf den Nachmittag und Abend einstimmen», empfiehlt Festspiel-Sprecher Hubertus Herrmann. «Eine gute Vorbereitung ist sehr wichtig», sagt auch Sissy Thammer. Sie leitet in Bayreuth seit vielen Jahren das Festival Junger Künstler und ist regelmäßig Gast auf dem Grünen Hügel. Sich einzulesen in Leben und Werk Wagners sei zu empfehlen. Und dann: «Reinsetzen, die Musik komplett auf sich wirken lassen.» Wagners Musik sei gewaltig und sensationell schön. Eine spezielle Einstiegsoper gebe es nicht, man könne gar nicht sagen, dieses oder jenes Werk sei besonders passend für Neulinge: «Manche sagen, der "Holländer" eignet sich, weil er so kurz ist. Aber das ist ein Schmarrn.» Grundsätzlich gelte: «Hinfahren und genießen!»
Zum Einlesen hält die einschlägige Literatur eine Vielzahl von Büchern rund um Wagner und die Festspiele bereit, das Spektrum ist enorm: Biografisches, Politisches, Musikalisches. Auch die Libretti gibt es natürlich zu kaufen, um Wagners durchaus eigenwillige Sprache auch einmal auf dem Papier zu sehen («Weia! Waga! Woge, du Welle, walle zur Wiege! Wagalaweia! Wallala weialaweia!»). Zudem werden in Bayreuth eine Reihe von Einführungsvorträgen angeboten, die dabei helfen, im Dickicht zwischen Wotan, Alberich, Siegfried und Sieglinde den Durchblick zu behalten.