Wirre Bildfolgen und statische Figuren in Flatterkostümen: Auch die Bayreuther «Walküre» macht es dem Publikum mit ihrer KI-generierten Optik nicht leicht. Die Reaktionen fallen bei der Premiere am Dienstagabend gemischt aus für die Inszenierung, der musikalische Part wird einheitlich gefeiert.
Für den zweiten Teil des «Ring des Nibelungen» lassen der Direktor der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund, Marcus Lobbes und sein Team die künstliche Intelligenz, die sie mit Informationen zu Richard Wagners Tetralogie gefüttert haben, erneut wild und wirr assoziieren. Einmal steht das Wort «Hakenkreuz» da.
Warum der Maschine zum weitgehend destruktiv illustrierten Walkürenritt im dritten Akt neben Bildern, die an «Apocalypse Now» erinnern, jenen Film, mit dem der vielleicht bekannteste Part der Operngeschichte seinen Weltruhm verfestigte, plötzlich eine grüne Schafswiese einfällt, bleibt ihr Geheimnis.