Bayern reformiert seine staatlichen Kunstmuseen. Das Ziel: «eine Abkehr vom Behördenstatus» und mehr Autonomie und Freiheit für die Häuser, wie Kunstminister Markus Blume (CSU) im Landtag bei der Vorstellung der Pläne sagte. Diese hat die Reformkommission Museumsoffensive in einem Weißbuch veröffentlicht. Doch wie genau soll diese neue Struktur aussehen? Und was bedeutet das für die einzelnen Häuser im Freistaat?
Was ist der Plan?
18 einzelne Kunstmuseen sollen sich ab 2029 zu größeren Einheiten zusammenschließen. Künftig soll es dann nur noch 10 Staatsmuseen geben, die jeweils aus bis zu vier Häusern bestehen. Verschwinden soll keines der Museen, darauf legt Kunstminister Blume Wert. Das gemeinsame Dach: der Verbund Bayerische Staatsmuseen. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen sind damit Geschichte.
Für den Verbund ist die Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts angedacht - außerhalb der Staatsverwaltung und auch ohne neue Beamte, wie es im Weißbuch heißt. Stattdessen würden Arbeitnehmer auf Grundlage privatrechtlicher Arbeitsverhältnisse eingestellt.