Ein Russe ist wegen Mordes an zwei ukrainischen Soldaten zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht München II sprach den 58-Jährigen schuldig, die beiden kriegsversehrten Männer am 27. April vergangenen Jahres nach einem Streit erstochen zu haben.
Die Richter stellten auch die besondere Schwere der Schuld fest. Damit kann die Gefängnisstrafe - so sie rechtskräftig wird - voraussichtlich nicht bereits nach 15 Jahren zur Bewährung ausgesetzt werden.
«Schwarzer Teufel» Alkohol
Der angeklagte Russe hatte zu Prozessbeginn eingeräumt, die Ukrainer nach einem gemeinsamen Trinkgelage mit einem Messer getötet zu haben. Er ließ damals über seinen Anwalt mitteilen, es sei bei dem Streit um den Kauf von Alkohol und eine Flasche Wodka gegangen. Die beiden hätten ihn auch beleidigt. Er habe sie nicht töten wollen, ihm seien aber die Sicherungen durchgebrannt.
Er sei zuletzt zunehmend in den Alkohol abgerutscht und wolle davon wegkommen. In seinem Schlusswort nannte er den Alkohol einen «schwarzen Teufel». Es tue ihm sehr leid, was geschehen sei.