Es geht um 16.000 Lieferungen nach Russland und einen Gesamtwert von mindestens 30 Millionen Euro: Ein kriminelles Netzwerk soll aus Lübeck Güterexporte etwa an russische Rüstungsunternehmen veranlasst haben – und das trotz Embargos der Europäischen Union (EU). Fünf mutmaßliche Beteiligte lässt die Bundesanwaltschaft am Morgen festnehmen. In mehreren Bundesländern finden Durchsuchungen statt.
Im Visier der Ermittler steht unter anderem ein deutsch-russischer Gesellschafter und Geschäftsführer eines Lübecker Handelsunternehmens. Spätestens seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine im Februar 2022 sollen er und seine mutmaßlichen Komplizen die Firma genutzt haben, um Güter für die russische Industrie zu besorgen und diese nach Russland zu exportieren, so der Vorwurf der Bundesanwaltschaft.