Die Polizei hat am Münchner Hauptbahnhof einen 28-jährigen Mann geschnappt, der mit exhibitionistischen Handlungen in einer Regionalbahn mindestens drei Frauen sexuell belästigt haben soll. Die Tat ereignete sich bereits Anfang Februar in einem Zug von München in Richtung Tegernsee, wie die Bundespolizei mitteilte.
Noch vor Abfahrt habe der Mann zunächst gezielt eine 53-jährige Reisende belästigt. Zwei Tage später habe diese Anzeige erstattet, so die Bundespolizei. Mit Hilfe von Videoaufzeichnungen vom Bahnsteig und aus der Regionalbahn sei es daraufhin gelungen, einen zunächst noch unbekannten Tatverdächtigen zu identifizieren. Eine aufmerksame Bundespolizistin habe den Mann am 21. März am Münchner Hauptbahnhof schließlich wiedererkannt. Er wurde kurzzeitig festgenommen. Mittlerweile befindet er sich jedoch wieder auf freiem Fuß.
Bei den weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Beschuldigte während der Zugfahrt noch mindestens zwei weitere bislang unbekannte Frauen mit exhibitionistischen Handlungen belästigt haben soll. Am Bahnhof Warngau (Landkreis Miesbach) stieg er den Angaben zufolge aus.
Die Bundespolizei sucht nun nach den weiteren Betroffenen und weist darauf hin, dass bei derartigen Delikten gute Aufklärungschancen bestehen – insbesondere dann, wenn diese zeitnah zur Anzeige gebracht werden. Die Ermittlungen wegen sexueller Belästigung dauern an.
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