In Bayern hat die Polizei bei einer Routinekontrolle auf der Autobahn möglicherweise zwei ausländische Agenten aus dem Verkehr gezogen. Die beiden Männer, ein 45-jähriger Lette und ein 43-jähriger Ukrainer seien bereits am 12. April auf der Autobahn 6 im mittelfränkischen Neuendettelsau festgenommen worden, teilte das Landeskriminalamt in München mit. Beide sitzen seither in Untersuchungshaft.
Für wen die Männer spionierten, blieb in der knappen Mitteilung offen. Es bestehe der Verdacht, dass sie «im Auftrag einer Vereinigung beziehungsweise einer Einrichtung außerhalb Deutschlands handelten», hieß es nur. Auch die Generalstaatsanwaltschaft in München, sie hatte den Haftbefehl beantragt, wollte auf Nachfrage keine weiteren Details zu dem Fall nennen.
Fest steht bisher nur, dass nach den mutmaßlichen Spionen, die wohl eine Person ausgespäht haben sollen, nicht gefahndet worden war. Auch waren die Männer, den deutschen Sicherheitsbehörden zuvor nach bisherigen Erkenntnissen nicht bekannt. Dass den Polizeibeamten bei der Kontrolle etwas verdächtig erschien, hängt dem Vernehmen nach mit den Papieren, die sie vorgezeigt haben, zusammen.