Es fing mit harmlosen Textnachrichten an und endete in Zwangsprostitution für eine junge Frau: Ein 29-Jähriger soll eine Internetbekanntschaft dazu gebracht hat, mehr als 50 Mal Sex gegen Geld mit Fremden zu haben. Er soll als mutmaßlicher Zuhälter nicht nur eine Internetseite und zig Dates für die junge Frau organisiert haben. Laut Staatsanwaltschaft überwachte er die Treffen auch.
Angeklagt ist der Mann wegen ausbeuterische Zuhälterei und besonders schwere Zwangsprostitution. Er sitzt wegen anderer Delikte in Untersuchungshaft. Vor dem Landgericht Ulm zeigte er keine Reue, ein Geständnis gab es trotzdem: Er habe auf die Frau eingewirkt, dass sie der Prostitution nachgehe und habe danach gedroht, die Sache öffentlich zu machen, sagte er zu Prozessbeginn.