Nach dem Tod von drei Menschen wegen einer Drogen-Überdosis in der Oberpfalz hat ein Gericht einen mutmaßlichen Dealer verurteilt. Der Mann sei am Montag unter anderem wegen der Abgabe von Drogen mit Todesfolge zu acht Jahren Haft verurteilt worden, teilte ein Sprecher des Landgerichts Regensburg auf Anfrage mit. Zuerst hatte die «Mittelbayerische Zeitung» berichtet.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Beteiligten können binnen einer Woche Revision beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe einlegen.
Das Gericht sah es demnach als erwiesen an, dass der 43-Jährige den drei später tot gefundenen Menschen in der Region Cham Heroin verkauft hatte. Zunächst habe er diese auch zusammen mit den Abnehmern konsumiert. Dann sei aber wahrscheinlich ein Rest der Drogen in der Wohnung geblieben.
Laut Anklage war das Heroin nicht gestreckt und deshalb besonders wirksam. Zwei Männer und eine Frau nahmen das Heroin demnach letztlich zu sich - und starben am Konsum.