Die Staatsanwaltschaft Landshut ermittelt beim niederbayerischen Freizeitmobilhersteller Knaus Tabbert wegen Korruptionsverdachts. Zwei Manager eines Unternehmens «aus dem Bereich der Automobilbranche» sowie ein Verantwortlicher einer saarländischen Investmentgesellschaft im Alter zwischen 57 und 61 Jahren sollen demnach Bestechungsgelder von einzelnen Zulieferern angenommen haben, wie die Ermittlungsbehörde und das Polizeipräsidium Niederbayern mitteilten. Als Gegenleistung sollen die zahlenden Zulieferer bei einzelnen Aufträgen bevorzugt worden sein.
Die Staatsanwaltschaft ließ bei einer Razzia mit 165 Polizisten mehrere Büro- und Geschäftsräume bei Knaus Tabbert und die Wohnung eines der Verdächtigen durchsuchen, weitere Razzien gab es in Niedersachsen, Baden-Württemberg, im Saarland, Hessen, Rheinland-Pfalz sowie in der Schweiz. Die beiden Manager wurden in Untersuchungshaft genommen. Über die Durchsuchung am Firmensitz von Knaus Tabbert in Jandelsbrunn hatte zuerst die «Passauer Neue Presse» berichtet.