Als ein junger Mann in einem ICE in Niederbayern auf Passagiere losgeht, handeln mehrere Zeugen schnell und couragiert. Sie stoppen den 20-Jährigen. Ein 24 Jahre alter Mann, der zusammen mit seiner Familie attackiert worden sei, habe den Angreifer im Gerangel mit dessen Hammer verletzt. Die Ermittler gehen hier von Notwehr aus, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Rauscher. Nach Polizeiangaben überwältigten mehrere Reisende den 20-jährigen Syrer, unter ihnen ein uniformierter Bundeswehrsoldat.
Einen Tag nach dem Angriff ist das Motiv zwar noch unklar, jedoch haben die Ermittler erste Anhaltspunkte. Ein Drogenschnelltest habe Hinweise auf drei Betäubungsmittel im Blut des 20-Jährigen ergeben, sagte der Oberstaatsanwalt von der Staatsanwaltschaft Regensburg bei einer Pressekonferenz in Straubing. Es sei nicht auszuschließen, dass der Angriff durch eine drogenbedingte Psychose ausgelöst worden sei. Handy und Laptop des Mannes seien sichergestellt worden und sollten ausgewertet werden.