Die Aufarbeitung der Behörden nach dem Schuss eines Polizisten auf einen Bundeswehrsoldaten in Erding bei München kommt weiterhin nicht wirklich voran. «Wir prüfen derzeit genau, weshalb in diesem Fall die Öffentlichkeit offenbar nur unzureichend über die Übung informiert wurde», sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in München.
«Eine solche Situation darf sich nicht wiederholen»
In Zukunft müsse sichergestellt sein, dass auch die Medien rechtzeitig vom Veranstalter über Ort und Zeit der Übung informiert würden, damit die breite Öffentlichkeit frühzeitig und transparent in Kenntnis gesetzt werde, sagte Herrmann weiter. «Dazu stehen wir bereits im intensiven Austausch mit allen Beteiligten und prüfen, an welchen Stellschrauben nachjustiert werden muss. Eine solche Situation darf sich nicht wiederholen.»
Am Mittwoch vergangener Woche war es zu Beginn der Bundeswehr-Großübung «Marshal Power» zu einem schweren Zwischenfall gekommen. Ein Bundeswehr-Angehöriger mit Schusswaffe war von einem Bürger als möglicher Gefahrenherd erkannt worden, er hatte die Polizei informiert. In der Folge kam es zu einem Schusswechsel, der Bundeswehr-Feldjäger wurde leicht verletzt.