Die Bluttat von Aschaffenburg mit zwei Toten hat die Stadt nach Ansicht ihres Oberbürgermeisters Jürgen Herzing (SPD) verändert. «Vielen Menschen ist bewusster geworden, dass Sicherheit keine Selbstverständlichkeit ist», sagte er der Deutschen Presse-Agentur vor dem Jahrestag des tödlichen Messerangriffs. «Gleichzeitig haben wir erlebt, wie groß die Anteilnahme, die Hilfsbereitschaft und das Bedürfnis nach Zusammenhalt sind. Das gemeinsame Gedenken, die vielen Rückmeldungen aus der Bürgerschaft und die klare Haltung vieler Akteure gegen Hass und Spaltung haben gezeigt, dass unsere Stadtgesellschaft in ihrer Mehrheit sehr gefestigt ist.»
Im vergangenen Jahr hatte es auch Kritik gegeben an den Äußerungen Herzings, der am Tatort gesagt hatte: «Ich fühle, als wäre mein eigenes Kind gestorben – oder mein Bruder gestorben oder verletzt worden.» Und dass er glaube, dies sei auch bei vielen anderen so.