«Wird aus Aschheim bald Hasch-Heim?» - mit dieser Überschrift sorgte die «Bild»-Zeitung am Montag für Gelächter im Rathaus der Gemeinde im Osten Münchens. «Das wird der Gemeinderat nicht debattieren», sagte der geschäftsführende Beamte Christian Schürer auf Anfrage. Für Diskussionen sorgt vielmehr ein Geschäftsmann, der mit Blick auf die geplante Cannabislegalisierung im Rückgebäude seines Hanfladens Cannabis für bis zu 500 Mitglieder anbauen und produzieren will. Diesem Chillout Club will der Gemeinderat einen Strich durch die Rechnung machen, mit einem Spielplatz, wie die «Bild» am Montag schrieb. Zuvor hatten mehrere Münchner Medien, unter anderem «Münchner Merkur» und die «Abendzeitung», über die Pläne berichtet.
«Die wollen mit dem Spielplatz unsere Anbaugemeinschaft verhindern – das ist klar!», schimpfte der Vorsitzende des Vereins Chillout Club, Wenzel Cerveny, in der «Bild». «Damit liegt er richtig», bestätigt Schürer. Der Aschheimer Beamte spricht von einer «Negativeinrichtung» und sagt, die Gemeinde wolle alles tun, diese abzuwehren. Dafür sieht er gute Chancen. Solche Vereine seien dem Gesetz zufolge in einem Umkreis von 200 Metern um Spielplätze und andere Einrichtungen für Kinder verboten, sagt er.