Die Kassenärzte erwarten wegen der geplanten Einsparungen im Gesundheitswesen im kommenden Jahr deutlich weniger Behandlungen in den Arztpraxen. Nach Berechnungen der Kassenärztlichen Vereinigungen wären durch die geplanten Sparmaßnahmen bundesweit rund 46 Millionen Behandlungsfälle nicht finanziert. «Bild» hatte zuerst über ein entsprechendes Papier der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) berichtet.
In Bayern wären der Berechnung zufolge Radiologen, die bisher im Schnitt 1.759 Patientinnen und Patienten pro Quartal behandelten, besonders betroffen. Sie könnten demnach nur noch 1.323 Fälle pro Quartal behandeln. Bei Hals-Nasen-Ohren-Ärzten würde die Zahl der maximal versorgten Patienten im Schnitt pro Quartal von 1.397 auf 1.098 sinken, bei Neurochirurgen von 647 auf 512 Patienten.