Der israelische Botschafter als Überraschungsgast und der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland haben anlässlich des Jahrestages des Überfalls der Hamas auf Israel bei der Gedenkveranstaltung «365 Tage – München gegen Antisemitismus» gesprochen. Mehr als 8.000 Menschen folgten nach Polizeiangaben dem Aufruf eines breiten Bündnisses in der bayerischen Landeshauptstadt, um gemeinsam ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen und die Freilassung der Geiseln aus den Händen der Hamas zu fordern.
Damit wurden die Hoffnungen der Organisatoren übertroffen, die im Vorfeld rund 8.000 Teilnehmer anvisiert hatten. Sie hatten das ehrgeizige Ziel, die bundesweit größte Demonstration gegen Antisemitismus im Zusammenhang mit dem Jahrestag des Hamas-Angriffes auf die Beine stellen.
An einer etwas früher beginnenden Gegendemonstration unter dem Slogan «365 Tage Genozid» beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 1.200 Teilnehmer. Zwischenfälle im Umfeld der räumlich sehr nah angesetzten Veranstaltungen wurden zunächst nicht bekannt, es kam lediglich zum Skandieren von Parolen einiger Gegendemonstranten, als diese nach Ende ihrer Veranstaltung an dem großen Demozug vorbeikamen. Für den Abend war in München noch eine weitere Demonstration pro Israel geplant.