Rasant steigende Öl-, Sprit- und Gaspreise, Aktien unter Druck, Sorgen um die Konjunktur: Der Iran-Krieg sorgt für große Unsicherheit und könnte die Wirtschaft in Deutschland treffen - sofern die Kämpfe länger andauern. Vor allem höhere Ölpreise gelten als Belastung für Verbraucher und Unternehmen, gerade in der Exportnation Deutschland. Zudem würde ein dauerhafter Anstieg der Ölpreise - ausgelöst durch eine Blockade der Straße von Hormus - das Risiko einer höheren Inflation bergen.
Wer beim Tanken sparen will, dem rät Laberer zu den Abendstunden - dann ist Sprit in der Regel günstiger als am Morgen. Zudem lohne es sich jetzt erst recht, zu vergleichen. «Gerade in volatilen Zeiten können die Preisunterschiede zwischen einzelnen Tankstellen besonders hoch ausfallen.»
Gas- und Heizölpreis steigt noch schneller
Beim Heizöl ist der aktuelle Ausschlag deutlich stärker. Das Internetportal Heizoel24 gab den Preis am Montagvormittag zwischenzeitlich mit mehr 120 Euro pro 100 Litern an, später sank dieser Wert wieder leicht auf rund 118 Euro. Noch am Freitag hatten die Preise aber deutlich unter 100 Euro gelegen. Parallel zum Anstieg verzeichnete die Seite eine hohe Nachfrage.
Auch der Großhandelspreis für Erdgas legte stark zu: Bereits zum Handelsauftakt am Montag gab es mit 25 Prozent den stärksten Preissprung seit August 2023. Im Tagesverlauf weitete sich der Anstieg sogar auf 44 Prozent aus, nachdem in Katar die Produktion von Flüssigerdgas nach einem Angriff auf Anlagen von QatarEnergy eingestellt wurde. Verbraucher trifft dies in der Regel nicht unmittelbar: Wegen langfristiger Kontrakte dauert es üblicherweise eine Weile, bis Energieversorger Preisänderungen im Großhandel an Privatkunden weitergeben.