München: Bayerische Staatsoper erhält Uraufführung des Jahres für 'Of One Blood'
Die Opern-Uraufführung des Jahres kommt laut einer Kritikerumfrage von der Bayerischen Staatsoper aus München. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Fachzeitschrift «Opernwelt» unter 40 internationalen Kritikerinnen und Kritikern. Die neu komponierte Oper «Of One Blood» wurde sowohl als Uraufführung des Jahres als auch für das Bühnenbild (Etienne Pluss) geehrt. Das Musiktheater des australischen Komponisten Brett Dean handelt von der englischen Königin Elizabeth I. und ihrer schottischen Rivalin Mary Stuart. Im Mai feierte es seine Uraufführung. Zum Regisseur des Jahres wurde Claus Guth ernannt. Er überzeugte die Kritiker mit seinen «luziden Lesarten» von Jean-Marie Leclairs «Scylla et Glaucus» am Opernhaus Zürich und «Of One Blood» an der Bayerischen Staatsoper. Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU) reagierte überschwänglich. «Mit "Of One Blood" hat die Bayerische Staatsoper ein Werk auf die Bühne gebracht, das musikalisch, szenisch und visuell Maßstäbe setzt: Brett Deans Musik, Claus Guths Regie und Etienne Pluss' Bühnenbild verbinden sich zu einem Gesamtkunstwerk, das international für Aufsehen sorgt.» Die Auszeichnungen zeigten die künstlerische Klasse des Hauses. «Die Bayerische Staatsoper steht für Weltoffenheit, höchste Qualität und den Mut, dem Musiktheater immer wieder neue Räume und Perspektiven zu eröffnen», betonte Blume. Zum Opernhaus des Jahres wurde das Staatstheater Mainz gekürt. Das Haus in Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Markus Müller überzeugte laut Mitteilung mit einem «dramaturgisch bezwingenden, couragierten und politisch wachen Spielplan sowie mit eindrücklichen Regiehandschriften». Vergangenes Jahr hatte das Opernhaus Zürich den Titel gewonnen. Das Fachmagazin «Opernwelt» befragt jährlich Kritikerinnen und Kritiker zu etlichen Kategorien. Der Titel «Sänger des Jahres» ging an Michael Spyres für seine Darbietungen als Walther von Stolzing («Die Meistersinger von Nürnberg») und Siegmund («Die Walküre») bei den Bayreuther Festspielen 2025. Zur Sängerin des Jahres wurde Elena Stikhina für ihre Interpretation der Jeanne in Tschaikowskys «Die Jungfrau von Orléans» an der Nationale Opera & Ballett in Amsterdam gewählt, wie es in der Mitteilung hieß. Als Dirigent des Jahres habe Thomas Guggeis, Generalmusikdirektor an der Oper Frankfurt, die Kritiker überzeugt. Dort sahen die Experten auch das Orchester des Jahres. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenAuch Regisseur ausgezeichnet – Kunstminister voll des Lobes
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