Normalerweise spricht er über Nasen, Lider und Facelifts. Jetzt spricht er über Himmel, Hoffnung und Nächstenliebe: Der bekannte Schönheitschirurg Werner Mang hat in einer oberschwäbischen Wallfahrtskirche auf dem Berg Bussen die Fastenpredigt gehalten.
Der Gründer der Bodenseeklinik in Lindau spannt in der Predigt den Bogen von der «Schönheit des Körpers» zur «Schönheit des Glaubens» – und bleibt dabei ganz in seinem Metier. Seine Botschaft: Die Fastenzeit sei mehr als Süßigkeitenverzicht und Aschermittwochssatire. Die 40 Tage vor Ostern seien eine Einladung zur inneren Einkehr, Toleranz, Buße und Frieden. Wer an sich arbeite, gewinne nicht nur äußerlich.
Zugleich verteidigt der 75-Jährige in der Predigt sein Fach. Die Bodenseeklinik sei «keine Botoxklinik», sondern stehe für «vernünftige Schönheitschirurgie». Viele Patienten litten unter ihrem Aussehen oder unter Unfallfolgen. Er nehme ihnen den Druck, damit sie innerlich zufriedener würden – «Das ist die Basis für ein erfülltes Leben».